Infobrief Januar 2015

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von „Hilfe für Guinea e.V.“

seit über einem Jahr wird Guinea von einer der bisher schlimmsten Ebola-Epidemien in Westafrika heimgesucht. Ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht. Unsere Projekte „Mobilie Arztpraxis“ und „Operationen“ liegen auf Eis.
Bisher dachten wir, werden die Dörfer, die unsere „Mobilie Arztpraxis“ erfolgreich vor der Epidemie angefahren hat, verschont bleiben, aber seit einer Woche ist es nun traurige Gewissheit, dass nun auch um und in Forekariah Ebola ausgebrochen ist. Wir bangen um die Menschen in den Dörfern und besonders um Ibrahims Familie. Einige Verwandte sind in der letzten Woche an Ebola verstorben.
Wie sieht die Situation vor Ort aus?
Das Rote Kreuz ist da und beobachtet die Menschen in den Dörfern, die mit Ebola-Patienten oder Verstorbenen in Berührung gekommen sind.
Die Arbeit ist sehr beschwerlich, da die Dorfbewohner in die angrenzenden Wälder fliehen oder ihre Erkrankten verstecken. Erkrankte werden oft zu nahen anderen Verwandten oder zum Heiler gefahren. So breitet sich Ebola immer wieder weiter aus.
Blutproben müssen nach Conakry ins Labor geschickt werden (120 km in ca 5 Stunden).
Desinfektion für die Hauhalte – eigentlich umsonst – ist zum lukrativen Geschäft geworden.
Der Vorstand hat deshalb beschlossen, Geld für die fehlenden Desinfektionsmittel in den Dörfern um Forekariah zu spenden. Unser Team vor Ort wird dafür sorgen, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.

Die Situation des Abwartens begleitet uns als Verein seit einem Jahr.
Trotz alledem sind wir weiterhin aktiv hier in Deutschland, denn all unsere Projekte in Guinea leben von Spendengeldern.
100% der Spenden gehen direkt in die Projekte, Verwaltungsausgaben werden über die Mitgliedsbeiträge finanziert.

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