Unsere Arbeit


Rückblick auf unseren Benefiz-Abend in der Lutherkirche

Wir blicken noch einmal zurück auf einen wunderbaren musikalisch – literarischen Benefiz-Abend in der Lutherkirche.

2987,78€ kommen unserem Schulprojekt „la lumiére- das Licht“ in Conakry/Guinea zugute.

Danke allen für ihre Zeit, ihre Unterstützung und Begeisterung!

Besonderen Dank

  • Lothar A. Heinrich, Jakob Schkolnik & Johannes Kuchta
  • Wilfried Schmickler
  • Nils Kercher und Kira Kaipainen
  • Arno Steffen, Frank Hocker und Gerd Köster

Benefizveranstaltung in der Ubierschänke

Wir danken für einen gelungenen Benefiz-Abend in der Ubierschänke am 09.01.2016.
768,65€ an Spenden kommen unseren aktuellen Projekten in Guinea zugute.
Ganz herzlichen Dank den Künstlern Jakob Schkolnik, Lothar A.Heinrich, Johannes Kuchta, Sertac, Tillman Courth und Martin Cordemann sowie der Ubierschänke.

Fotos: Irma Wittenberg
Text: Cordelia Hoppe


Spielen – Spaß haben – Helfen! Fußball- und Tennisbenefizturnier

Benefiz-Fußball und Tennisturnier für unsere Projekte in Guinea, damit Kinder, Frauen und körperbehinderte Menschen dort eine bessere Lebenssituation bekommen.

Unterstützen Sie uns!

Am Samstag, den 08. August 2015 auf dem Gelände des Tennis und Hockey Clubs „KHTC Blau Weiss“, Neuenhöfer Allee 69 in Sülz ab 11 Uhr, Ende 15:30 Uhr.

Hilfe für Guinea e.V. lädt Sie herzlich ein.

Sie haben Spaß am Tennisspielen?
Dann kommen Sie, treten Sie gegen einen anderen Tennisspieler an und gewinnen als Sieger eine Überraschung!
Sie spielen Fußball mit Freunden, in der Firma oder haben selbst eine Fußballgruppe?
Dann melden Sie Ihre Mannschaft (8 Spieler) bei diesem Turnier an.

Wir bitten um Rückmeldung bis 06. August 2015 unter:
info@hilfe-fuer-guinea.de oder 0221/8016875.

Startgebühr:
– Fußballmannschaft ab 50€
– Tennisspieler ab 30€, im Doppel ab 50€.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Ibrahim Touré und Cordelia Hoppe (Mitglieder des Vorstands)


Infobrief 2/2015

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von „Hilfe für Guinea e.V.“

wir wünschen euch allen einen wunderbaren Start in die Sommerferien.
Hier für euch Informationen und Aktivitäten des Vereins in den letzten Monaten.

1. Ebola
In den Nachrichten nun nicht mehr zu hören, aber immer wieder gibt es noch
Neuansteckungen in Guinea, derzeit in den Regionen Forekariah, Dubreka, Bofa und
Coyah. Deshalb steht die „Mobilie Arztpraxis“ auch weiterhin noch in Conakry.

=> Aber: Unser Präventionsteam, N’Nangnouma und Aziz, ist mit dem
Aufklärungsmaterial zu Ebola unterwegs in den Schulen.

Sie klären über die Entstehung, den Verlauf und die Vermeidung von Ebola auf.
Und auch weiterhin sind die Themen Malaria, Familienplanung und Würmer mit
dabei.

2. Unser Schulprojekt

Nun nicht mehr eine Vision, sondern seit Ende Mai gibt es einen Klassenraum, in
dem die Kinder der Körperbehinderten und Kinder aus dem Viertel, die bisher nie
eine Schule besucht haben, lernen können.

Große Unterstützung erhielten wir von den Körperbehinderten in Guinea und
unserem Vorstand vor Ort. Zusammen organisierten sie eine Schulgenehmigung. Die Körperbehinderten stellten einen Raum zur Verfügung und halfen mit beim Renovieren. Vor Ort wurden 14 Schulbänke gebaut sowie Schulbücher, Schreibtafeln und Hefte für jedes Kind angeschafft.

Der Lehrer, selbst Körperbehindert, ist stolz auf seinen Job und dankt dafür,
dass er nun nicht mehr zum Betteln muss. Mittlerweile können wir keine Kinder mehr aufnehmen, da bereits 60 Kinder in diesem Raum lernen.

=> Nach wie vor suchen wir Schulpaten für die Kinder der Körperbehinderten.
Bisher haben wir 8 Patenschaften!

Werbt im Bekanntenkreis für diese Kinder. Mit der Übernahme einer Patenschaft
finanzieren wir anteilig das Schulmaterial, den Raum, das Essen und das Gehalt
des Lehrers.

3. „Stopp Ebola“ mit Wilfried Schmickler

Am 17.Mai 2015, gut besucht in der Luther Kirche mit Wilfried Schmickler,
Tom Words und Celine. Alle Einnahmen und Spenden von 1750€ gehen in unser
Präventions-Projekt.

=> Wir danken Wilfried Schmickler, Tom Words und Celine für ihre Zeit und die
Gestaltung dieses besonderen Abends ohne Gage.

Danke an Irma Wittenberg für die Gestaltung des Plakates und an Werner Kossmann,
der Fotografien zum Verkauf ausstellte.

4. Sponsorenlauf der GHS Nürnberger Straße

Vom 06. bis 12.Mai 2015 fand an der GHS Nürnberger Straße in Köln eine
Afrikawoche statt. Ibrahim und Cordelia stellten den Verein und die Projekte
allen Klassen in der Mensa vor. Zum Sponsorenlauf traten alle Schüler hoch
motiviert an, denn es sollte möglichst viel Geld für „Eine Schule für alle“
erlaufen werden. 2500€ kommen nun dem Schulprojekt zugute.

5. Schulranzenaktion

Wir sammeln seit diesem Jahr die ausgedienten Schülerschätzchen. Diese Aktion ist fortlaufend. Bisher haben wir 30 Schulranzen.Wer seinen Ranzen nicht im Keller in der Erinnerungskiste lagern möchte, kann diesen bei uns abgegeben.

=> Herzlichen Dank an Irma Wittenberg für die Gestaltung des wunderschönen
Plakats.

6. Ankündigung Benefiz-Fußball- und Tennisturnier

Mittlerweile nun Tradition – starten wir das Turnier am 8.8.2015, um 11:00 Uhr
im KHTC Blau-Weiß, Neuenhöfer Allee 69, Ende 15:30 Uhr.

=> Einladung folgt

Liebe Mitglieder und Unterstützer,

wir danken allen, die uns mit Geld-oder Sachspenden, mit ihrer Zeit und Ideen unterstützen.

Besonderen Dank an Florian für die Texte für unsere Webseite, an Irma für die
Gestaltung der Plakate und Postkarten, die gegen Spende bei uns oder im „Der
Andere Buchladen“, Ubierring 42 zu bekommen sind, an Barbara, die wieder für
Lagermöglichkeiten bei Niesen geworben hat.

Schöne Sommerferien Euer Vorstand!


Eine Schule für alle

Das Leben der körperbehinderten, obdachlosen Kinder auf den Straßen Guineas birgt viele Risiken. Sie sind sozial diskriminiert und Opfer tief sitzender Vorurteile und von Unwissenheit. Eine Schule werden sie nie besuchen, da das nötige Schulgeld fehlt und Barrieren den Schulbesuch verhindern. Das wollen wir ändern, denn jedes Kind hat ein Recht auf Bildung.

Dank großzügiger Spenden sind wir bereits im Besitz von Schulmöbeln.
 Diese wurden im Januar 2014 nach Conakry verschifft und werden derzeit in einem Lager aufbewahrt. Vor Ort schauten Mitglieder des Vorstands nach einem geeigneten Schulgebäude, das angemietet werden soll.
Aufgrund der bisher größten Ebola-Epidemie in Guinea seit April 2014 hat sich die Eröffnung unserer Schule verschoben. Bis Ende Januar 2015 blieben alle Schulen des Landes geschlossen. Nur langsam läuft der Schulbetrieb wieder an. Im Mai endet das Schuljahr. Die Eröffnung unserer Schule ist für Oktober 2015 mit dem Start des neuen Schuljahres in Guinea geplant.

Unterstützen Sie uns! Werden Sie Schul-Pate.
Mit monatlich 30€ ermöglichen Sie einem Kind den Schulbesuch, eine warme Mahlzeit täglich sowie das benötigte Schulmaterial.


Schenken Sie uns Ihren alten Ranzen!

Ranzen Plakat (1)

Wenn aus Kindern Teenies werden, aus Grundschülern Schüler einer weiterführenden Schule – spätestens dann hat der alte Schulranzen ausgedient und muss einem jugendlicheren Teil weichen. Doch außer ein paar Schrammen sind die „Scouts“ und Co. oftmals noch völlig intakt. Was aber machen Eltern mit den gebrauchten Ranzen aus der Grundschulzeit, wenn es kein Geschwisterkind gibt oder dieses eigene Designwünsche hat?

Unser Wunsch: Geben Sie uns die alten Schülerschätzchen mit ausgedientem Mäppchen. Bei „Hilfe für Guinea e.V.“ sind die Ranzen in den besten Händen. Denn wir geben sie weiter an jene, die nichts haben und sich über diese Hilfe immens freuen würden: Schulkinder in Conakry/Guinea.

Unser Schulprojekt nimmt immer konkretere Formen an: Das Gebäude ist ausgesucht und wird in Kürze angemietet; die Kinder der Körperbehinderten und Kinder mit Behinderung möchten endlich zur Schule gehen; Unterrichtsmaterialien, Bücher und Schultische sind ausreichend vorhanden – jetzt fehlen eigentlich nur noch brauchbare Schulranzen mit Mäppchen.


Containerverschiffung 2014

Spendengüter werden in die Container geladen.


Wilfried Schmickler & Gäste- „Stopp Ebola“ – Benefiz-Kabarett

 © Ilona Klimek


© Ilona Klimek

Auch wenn das Thema Ebola aus den Schlagzeilen fast verschwunden ist, brauchen die Menschen in Guinea/Westafrika unsere Hilfe.

Spenden helfen im Kampf gegen Ebola. Unterstützen Sie „Hilfe für Guinea e.V.“ bei ihrer Arbeit.
Genießen Sie Kabarett vom Feinsten und tun gleichzeitig Gutes.

17.05.2015
Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, 50677 Köln

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Karten ab 10 € an der Abendkasse

Kartenreservierung unter info@hilfe-fuer-guinea.de oder T: 0221-8016875

Weitere Informationen über den Künstler finden sie auf seiner Homepage wilfriedschmickler.de!


Gesundheitsprävention: durch Ebola wichtiger denn je

Seit Frühjahr 2013 klärt unser Team der „Mobilien Arztpraxis“ Woche für Woche über Erkrankungen wie Malaria, Wurmbefall oder Choleragefahren auf. Die Resonanz war gewaltig, erste Erfolge sichtbar – bis Ebola ausbrach. Mit Blick auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter vor Ort bleibt der Krankenwagen von „Hilfe für Guinea“ seit April 2014 im Depot – so traurig wir auch selbst über diesen notwendigen Schritt sind.

Im Januar 2015 wurde in Guinea der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Kinder kehren erst zögerlich aus ihren Familien ins öffentliche Leben zurück.
Wir wollen sie dabei unterstützen, über Ebola informieren, aber auch versuchen, falsche Ängste abzubauen.
Mit Ihrer Spende können Sie dieses Projekt gezielt unterstützen!


Infobrief Januar 2015

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von „Hilfe für Guinea e.V.“

seit über einem Jahr wird Guinea von einer der bisher schlimmsten Ebola-Epidemien in Westafrika heimgesucht. Ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht. Unsere Projekte „Mobilie Arztpraxis“ und „Operationen“ liegen auf Eis.
Bisher dachten wir, werden die Dörfer, die unsere „Mobilie Arztpraxis“ erfolgreich vor der Epidemie angefahren hat, verschont bleiben, aber seit einer Woche ist es nun traurige Gewissheit, dass nun auch um und in Forekariah Ebola ausgebrochen ist. Wir bangen um die Menschen in den Dörfern und besonders um Ibrahims Familie. Einige Verwandte sind in der letzten Woche an Ebola verstorben.
Wie sieht die Situation vor Ort aus?
Das Rote Kreuz ist da und beobachtet die Menschen in den Dörfern, die mit Ebola-Patienten oder Verstorbenen in Berührung gekommen sind.
Die Arbeit ist sehr beschwerlich, da die Dorfbewohner in die angrenzenden Wälder fliehen oder ihre Erkrankten verstecken. Erkrankte werden oft zu nahen anderen Verwandten oder zum Heiler gefahren. So breitet sich Ebola immer wieder weiter aus.
Blutproben müssen nach Conakry ins Labor geschickt werden (120 km in ca 5 Stunden).
Desinfektion für die Hauhalte – eigentlich umsonst – ist zum lukrativen Geschäft geworden.
Der Vorstand hat deshalb beschlossen, Geld für die fehlenden Desinfektionsmittel in den Dörfern um Forekariah zu spenden. Unser Team vor Ort wird dafür sorgen, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.

Die Situation des Abwartens begleitet uns als Verein seit einem Jahr.
Trotz alledem sind wir weiterhin aktiv hier in Deutschland, denn all unsere Projekte in Guinea leben von Spendengeldern.
100% der Spenden gehen direkt in die Projekte, Verwaltungsausgaben werden über die Mitgliedsbeiträge finanziert.


Information an die Mitglieder Dezember 2014

Liebe Mitglieder,

Ibrahim hat am Dienstag (16.12.2014) wieder mit dem Vorstand in Guinea telefoniert. Alle Teammitglieder und die Körperbehinderten sind wohlauf.
Die Situation ist nach wie vor angespannt, Ebola noch immer nicht unter Kontrolle.
Die Guineische Regierung plant, den Start für das Schuljahr 14/15 noch einmal zu verschieben. Kein Kind geht z.Z. in Guinea zur Schule. Ein reguläres Schuljahr geht von Oktober bis Mai.
Nach wie vor sind die Überlebensbedingungen der Körperbehinderten unvorstellbar. Seit der Ebola-Epidemie gibt es kaum noch Betteleinnahmen und nur noch selten eine Mahlzeit am Tag. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, die Familien der Körperbehinderten zum Jahresende 2014 mit je einem Sack Reis zu unterstützen.
Ein 50 kg Sack Reis kostet derzeit 25 €.

All unsere derzeitigen Projekte sind mit viel Engagement aller Mitglieder gestartet. Durch die nach wie vor anhaltende Ebola- Epidemie sind wir gezwungen, unsere Projekte auf Eis zu legen. Wir hoffen auf ein Ende dieser Epidemie. Dies soll uns aber nicht davon abhalten, weiter für unsere Projekte zu werben. Denn alles steht und fällt mit der Finanzierung.
Unterstützt uns dabei z.B. über Patenschaften, Aktionen, Spendendose statt Blumenstrauß oder den Erwerb unserer wunderbaren Karten damit die nötigen finanziellen Mittel für die einzelnen Projekte gesichert sind.

Euer Vorstand


Ein Sack Reis – kleine Spende, große Wirkung

Die Körperbehinderten in Guinea stehen in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz unten. Das zeigt sich an ihren erbärmlichen Wohn- und Lebensverhältnissen, an ihrer gesundheitlichen Verfassung und daran, dass sie oft Hunger leiden. Auch wenn das Hauptanliegen unseres Vereins ist, dauerhaft Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, verschließen wir nicht den Blick davor, ganz unbürokratisch Bedürftigen schnell unter die Arme zu ergreifen und spontan „Freude zu schenken“.

Das scheint mit unserer Weihnachtsaktion 2014 vollends gelungen: An eine ausgewählte Zahl von Körperbehinderten verschenkten wir jeweils einen 50-Kilogramm-Sack Reis pro Familie. Reis ist das Grundnahrungsmittel Nummer eins in Westafrika. Dazu gab es einmalig Fleisch und Gemüse für einen hoffnungsvollen und freudigen Jahreswechsel als Spende von uns.


Informationen zu Ebola

Liebe Vereinsmitglieder,
täglich hören und lesen wir von der Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Prognosen stimmen sehr nachdenklich.
Wir sind sehr besorgt um die Gesundheit der Menschen in Guinea, besonders um die der Körperbehinderten, da sie täglich zum Bettelpunkt rollen müssen. Alle unsere Projekte ruhen derzeit, da wir unser Personal in Guinea nicht in Gefahr bringen wollen. Die „Mobile Arztpraxis“ steht und rollt nicht mehr.

Unser Präventionsteam ist derzeit nicht tätig und noch ist unklar, ob das Schuljahr überhaupt im Oktober 2014 starten wird. Die guineische Regierung plant die Verschiebung des Schulstarts, da die nötigen Desinfektionsmittel fehlen. Geplant ist, Ebola – mit Bildmaterial – als Thema für unser Präventionsteam aufzunehmen, um aufzuklären. Durch Ebola wird sich unser Schulprojekt um Monate verschieben.

Beim letzten Telefonat mit dem Vorstand in Guinea am 19.09.2014 erfuhren wir, dass alle gesund sind, aber große Ängste wegen Ebola haben. Nicht unter Menschen zu gehen ist in Guinea unmöglich, denn aufgrund der fehlenden Stromversorgung muss täglich für das Essen auf dem Markt eingekauft werden. Und neben Ebola gibt es nach wie vor die üblichen Erkrankungen wie Cholera, Typhus, Malaria, Wurmbefall etc.

Die guineische Regierung hat Geburtsstationen in Conakry geschlossen, Operationen finden kaum noch in den wenigen Krankenhäusern statt. Erkrankte, die mit Fieber, Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden untersucht werden wollen, bekommen keinen Arzt zu sehen, da diese Angst haben, sich mit Ebola zu infizieren.


Eindrücke aus Conakry

Gemeinsam mit Marek, dem Fotografen und Kameramann, fliege ich am 23.3.2011 nach Conakry. Cordelia und Toure erwarten uns mit ihren Kindern am Flughafen. Ein Freund hat ihnen Zugang verschafft, denn eigentlich dürfen nur Passagiere hinein. Alia, der unseren Krankenwagen fährt und instand hält, wartet auf dem Parkplatz. Er soll Marek und mich in den vier Wochen unseres Aufenthaltes fahren. Es ist Abend und Conakry liegt im Dunkeln, Licht geben Autos und die an den Straßenrändern brennenden Müllhaufen. Viele, viele Menschen sind auf den Straßen, lachende, schwatzende Gruppen sammeln sich vor Fernsehern.

Essen

Infobrief_2Auf dem Weg zur Wohnung der Familie holen wir bei Mme Fifi Essen ab, das sie für uns gekocht hat. Denn eine Küche hat auch die Wohnung, die der Hafenmeister Mr. Sankhon der Familie Hoppe-Toure zur Verfügung gestellt hat, nicht. Das Essen wird überall ebenerdig im Innenhof [oder an der Straße] gekocht, der kleine Metallkocher wird mit Holzkohle angefeuert. Es gibt Frittiertes: Kartoffeln, Kochbananen, Maniok, Hähnchen- fleisch. Lecker. Neben Mme Fifi kochen Toures Nichte und die Frau von Toures Freund Gassim für uns, je nachdem, welche Wegstrecken wir an dem Tag zurücklegen. Und meistens gibt es Reis mit einer Soße aus Fisch oder Hähnchenfleisch, etwas Gemüse und viel Chili. Manchmal kochen auch Cordelia und Toure auf dem kleinen Gaskocher, den sie in Conakry gekauft haben. Vor jedem Essen – und dies gilt für jede Kleinigkeit – reiben wir Geschirr und Besteck mit einem Feuchttuch ab und desinfizieren unsere Hände. Auf diese Weise konnte sich die Familie bei allen Aufenthalten in Guinea vor Durchfallerkrankungen schützen, jetzt mit dem Ausbruch von Ebola, wurden diese regelmäßigen Desinfektionen noch wichtiger.

Autofahren

ist eine zeitraubende Tätigkeit in Conakry. Wie viele Stunden haben wir im Auto oder am Straßenrand verbracht! In der Stadt leben geschätzte 3 Millionen Menschen. Es gibt nur eine Ampelanlage – vor der Residenz des Präsidenten. Jeder fährt eigentlich, wie er will, es erinnert an Fußgänger, die kreuz und quer durcheinander laufen. Mit viel Hupen und Absprachen verständigt man sich. Da das alles im Schritttempo passiert, klappt es in der Regel recht gut, es kostet nur unendlich viel Zeit. Fußgänger müssen auf der Straße gehen, da die Bürgersteige für viele andere Tätigkeiten genutzt werden. Zwischen immer wieder sich aufhäufenden Müllbergen wird verkauft und eingekauft, wird getrunken und gegessen, wird Geschirr gespült und Wäsche gewaschen, werden Autos und Fernseher repariert und alte Geräte nach Brauchbarem ausgeweidet. Um an den Rand von Conakry zu kommen, benötigt man bis zu zwei Stunden. Conakry liegt auf einer langgezogenen Halbinsel, der Hafen und das eigentliche Zentrum liegen unten an der Spitze. So bewegt sich der Verkehr immer in eine Richtung, stadteinwärts oder -auswärts und überwiegend auf einer Straße. Meist sieht man Autos aus unterschiedlichen europäischen Ländern, die bei uns ausgemustert wurden – erkennbar an den alten Länderplaketten und an den Beschriftungen ehemaliger Firmenwagen, es gibt sogar alte gelbe Schulbusse aus den USA. Manchmal taucht ein vertrauter Umweltzonenaufkleber auf. Pannen sind an der Tagesordnung; in den 11 Tagen meines Aufenthalts habe ich vier erlebt:

Am 25.3. haben wir haben den LKW, der unseren Container zum Lagerraum gefahren hat, begleitet, irgendwann versagte seine Kupplung. Am Rande der großen Ausfahrtstraße konnten wir die vielen Händler beobachten, die auch hier ihre Waren anbieten. Auf der Fahrt ans Meer, einen Tag später, versagte dann der Motor von Cordelias und Toures Auto, ein größerer Schaden. Sie mussten mit dem Taxi weiter fahren. Alia hat den Wagen nach Conakry abschleppen lassen, um ihn dort zu reparieren. Er ist ein wahrer Künstler. Und das vierte Mal? Eigentlich eine Kleinigkeit, ein geplatzter Reifen kostete Toure und Marek kostbare Zeit für ihre Filmaufnahmen mit Sow in Dubreka.

Hinzufügen muss ich ein fünftes Mal: Auf der Rückfahrt von Dubreka, wo der Inhalt unseres Containers gelagert wurde, gab es einen kleinen Auffahrunfall. Toure wollte Fußgänger über die Straße lassen, Alia, ein wunderbarer, umsichtiger Autofahrer, konnte rechtzeitig bremsen, der Taxifahrer hinter uns jedoch nicht. Es gab einen heftigen Rums. Nun folgten unendliche Diskussionen mit wechseln- den Teilnehmern, die sich um unsere Autos drängten und ereiferten, obwohl kaum jemand den Unfall beobachtet hatte. Toure stand mittendrin als ruhiger Pol. Es ging nicht etwa darum, wer Recht hatte. Der Taxifahrer hatte kein Geld, aber wir, als Weiße, hatten doch Geld. Die Diskussion wurde in Soussou geführt. Ich habe nichts verstanden, aber alles mit wachsendem Staunen beobachtet. Toure konnte zum Schluss den Taxifahrer von seiner Verantwortung überzeugen.
So ist Warten und sich immer wieder auf veränderte Situationen einstellen das Erste, was man in Guinea lernt. Und Vorsorgen: Immer genügend Essen und Wasser im Auto haben, denn auf der Straße können wir ja nichts kaufen.

In der Familie Sylla

Für Marek und mich haben Cordelia und Toure bei einer Familie zwei Zimmer gemietet. Um einen L-förmigen Gang gruppieren sich verschiedene Zimmer. Man betritt den Gang an der Kochstelle vorbei mit dem vertrauten kleinen Kocher und großen bunten Plastikschüsseln für den Abwasch. Da das Leben sich zum großen Teil in dem schmalen Innenhof abspielt, dürfen wir an allem teilhaben – kochen, essen, Wäsche waschen und sich selbst waschen. Germaine, die 71jährige Mutter und Großmutter der Familie, demenzkrank, wird mit viel Liebe von ihren Kindern und ihrer Enkeltochter Fatime betreut. Was die Religion betrifft, ist man sehr frei. Germaine ist katholisch, unter ihren sieben Kindern gibt es katholische, anglikanische und islamische. Es wird viel erzählt und gelacht, morgens mit dem Sonnenaufgang beginnend, abends gegen 23 Uhr endend.

Infobrief_3

Unsere Zimmer sind wie alle Zimmer der Familie fensterlos. Eine laute Klimaanlage sorgt für Kühlung und ein Kühlschrank für gekühltes Essen und Getränke sowie für weitere akustische Untermalung. Das kleine Bad“ ist mit Toilette, Waschbecken und einem Abfluss im Fußboden ausgestattet. Die Wasserhähne sind funktionslos, eine Reihe gefüllter Eimer und Wasserkanister ersetzen sie. Marie-Noel, meine Zimmerwirtin, füllt mir die Eimer immer wieder auf. Es gibt öffentliche Wasserhähne in der Stadt, die aber auch nicht immer Wasser liefern. So legen sich manche Menschen Wasservorräte in riesigen Wasserbehältern an. In der ersten Nacht wurde ich von einem ohrenbetäubenden Lärm geweckt. Es klang, als ob ein Wasserfall aufs Haus platscht und die Wand entlang läuft. Der Nachbar füllt seine Behälter halt bevorzugt nachts.

Geld und Einkaufen

Am günstigsten werden Einkäufe auf der Straße getätigt, auf Märkten oder bei den Ich-Ags [ein Begriff, den Cordelia geprägt hat], also Menschen, die ihre Ware in der Hand
oder auf dem Kopf tragen. Viele Händler [meist Frauen oder Kinder] kaufen eine Großpackung und füllen diese in Kleinpackungen um, so wird z.B. Saft und Wasser in kleinen Plastiktüten angeboten. Andere Händler oder Händlerinnen tragen Schuhe in der Hand oder reihen Mangos am Straßenrand auf. Auch Geld wird auf der Straße getauscht und SIM-Karten oder Internetzugänge [per Stick] gekauft. Da von Weißen grundsätzlich höhere Preise verlangt werden und es für uns am Anfang nicht über-schaubar war, wo man was be- kommt, hat Toure alles für uns erledigt. Auf der Straße bekommt man einen günstigeren Wechselkurs als in der Bank. Die Geldwechsler [ein Männerberuf] haben Kontakt zu jemandem in der Bank. Dieser organisiert das Geld günstig, obwohl er und der Straßenhändler daran verdienen. In Guinea ist Infiation, 1 € sind knapp 10.000 FG [guineische Francs]. Das typische Portemonnaie ist eine schwarze Plastiktüte. In den ersten Tagen wechselte Toure mir 500 €. Ich war stolze Besitzerin von 1,8 Millionen FG in 5000 FG-Scheinen, das sind fast 1000 Geldscheine, abgepackt in 100er-Bündeln! Geldzählen ist in Guinea eine zeitraubende Tätigkeit.

Ein Spaziergang in Conakry

Aus dem Haus kommend begrüßt mich das Skandieren der Kinder in der gegenüber liegenden Schule der anglikanischen Kirche. Die Schulen haben keine Fenster, sondern versetzt gemauerte Steine. So ist immer frische Luft in den Klassen. Die hellen Stimmen der Kinder, die überwiegend durch Nachsprechen lernen, sind in vielen Straßen zu hören. Eine TV-Klinik hat ihre Fernseher am Bordstein aufgebaut. In einem offenen Frisiersalon wird einem Mann der Kopf rasiert, nebenan wird aus einem buntbedruckten Stoff ein Kleid genäht. Ein paar Schritte weiter hat eine Frau ihren Kopf auf den Schoß einer anderen gelegt, viele Zöpfchen müssen noch geflochten werden. Ein paar Bänke und eine Kochstelle zeigen ein Straßencafe an. Vor dem Nachbarhaus legt jemand Teppiche unter einem Vor- dach aus. Auf dem Rückweg sehe ich unter der Anleitung eines Vorbeters eine Gruppe von Männern zum traditionellen Gebet knien. Am Straßenrand stehen Autowracks, jemand repariert sein Auto. Immer wieder weiche ich Menschen, fahrenden Autos und Müllbergen aus. Die Menschen sind meist jung, viele Mütter, die ihre Kinder auf dem Rücken tragen sowie eine gefüllte Plastikschüssel, einen Wasserkanister oder einen Stoffballen auf dem Kopf. Viele, viele Kinder unter-schiedlichen Alters, Schüler und Schülerinnen in ihren beigefarbenen Uniformen, manche Mädchen in rot-weiß-karierten Kleidern. Manchmal höre ich das Wort fohti“ [ Weiße“, ausgesprochen wie das englische fourty]. Das Pendant ist fore“ [Schwarzer, ausgesprochen wie das französische foret]; und schnell entwickelt sich daraus ein Spiel: Fohti!“ Fore!“ Fohti!“ Fore!“

Die Kinder schauen zunächst ernst, lächle ich sie an, breitet sich ein herzerwärmendes Strahlen über ihr Gesicht aus. Auch Kontakte zu Frauen lassen sich leicht knüpfen. Viele Menschen haben schöne, klare Gesichter. Ich habe keine Angst, allein zu gehen. Aggressionen sind nicht zu spüren. Eine Gruppe von Ziegen und einige ockerfarbene Hunde suchen sich Futter. Ein junger Mann mit Mundschutz, völlig mit grauem Schmutz bedeckt, schiebt einen hohen, zweirädrigen Karren. Er sammelt Müll ein und bringt ihn zur Mülldeponie. Und alles ist überpudert von rotem Staub, jeder Baum, jeder Strauch, jeder Stein.

In der Ferne sehe ich Minarette und ganz in der Nähe, direkt gegenüber vom Sitz des Präsidenten, einen Kirchturm. Ich betrete die Kirche, es ist die Kathedrale von Conakry,
ein großes, helles Gebäude mit Glasfenstern in bunten Farben und Darstellungen von Bildern von weißen Heiligen. Im Hintergrund höre ich Stimmengewirr aus der dazugehörigen Schule.

Korruption

Guinea gehört zu den korruptesten Ländern der Welt. Jeder sorgt für sich und die Auswirkungen sind überall spürbar. Ein Beispiel ist das Geldwechseln, das ich oben schon beschrieben habe. Da alle Angestellten kaum etwas verdienen, müssen sie sich Zusatzeinnahmen verschaffen: Polizisten halten ohne erkennbaren Grund Autos auf der Straße an, gegen eine angemessene Zahlung, darf man weiter fahren. Alle öffentlichen Genehmigungen werden nur mit langwierigen Verzögerungen erstellt, denn jeder möchte daran verdienen.

Allein für die Bestätigung, dass unser Antrag eingegangen ist, mussten wir ca. 15 € zahlen. Dies ist aber erst der erste Schritt. Viele weitere Angestellte folgen. So ist zu verstehen, dass es vier Wochen gedauert hat, bis der Container freigegeben wurde. Auf dem Flughafen wollte man Marek seine Koffer nicht aushändigen, dank Toures Einsatz musste er keine Extrazahlungen leisten.

Sow und Dubreka

InfobriefSow, seine Familie und seine Freunde habe ich beim Ausräumen des Containers nur kurz kennen gelernt. Diese Waren sind jetzt in Dubreka in der Nähe der neuen Unterkunft der Gruppe sicher gelagert. Denn die körperbehinderten Menschen wurden kurzerhand aus
Conakry ausgesiedelt, da sie bei einem Staatsbesuch das Straßenbild störten. Sie leben zwar nicht mehr unter einer Brücke, haben aber alle gemeinsam nur einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen, Wasser ist in weiter Entfer- nung, und ihre Geldeinnahme, die Spenden der Besucher der Moschee, ist ihnen genommen. Sow, der Sprecher der Gruppe, ist ein intelligenter, nachdenklicher Mann, vor dessen Mut, Kraft, Zielstrebigkeit und Ausdauer ich viel Hochachtung habe. Cordelia und Toure sind mit unserem Verein eine große Hoffnung für ihn und seine Gruppe.
Es gibt inzwischen geeignete Räume für uns in Dubreka und viele Pläne, diese zu beleben; aber all das werden Cordelia und Toure berichten, wenn sie wieder hier sind.

Auch wenn ich wegen der schwierigen Lebensumstände dort und der Ausbreitung von Ebola bereits nach 11 Tagen gefahren bin, trage ich viele Eindrücke in mir. Es ist schwer, ein Bild vom Leben in Guinea zu vermitteln. Ich versuche es mit meinen Worten, aber noch eindrücklicher werden dies die vielen Fotos von Cordelia und vor allem die unzähligen Fotos und Filmaufnahmen von Marek zeigen können. Aber alles zeigt immer nur einen kleinen Ausschnitt. Die Gesamtheit dieses unglaublichen, energiegeladenen Chaos von Menschen, von Autos, Hütten, Häusern, Bauruinen, Müll, leuchtenden Farben, von Stimmen, Lachen, Hupen und Motoren, von Autoabgasen, Holzkohlefeuern, Kloaken- und Essensdüften ist einzigartig und überwältigend und lässt sich nicht übermitteln.

  von Bettina Wilker, April 2014


NIESEN unterstützt Verein Hilfe für Guinea e.V. durch Lager-Leistungen

Hilfe_fuer_Guinea_NIESEN_26
Köln/Leverkusen, 26.05.2014

Die ehrenamtliche Kölner Initiative Hilfe für Guinea e.V. setzt sich aktiv für eine Gruppe behinderter Menschen und Familien in Guinea ein. Im Mittelpunkt stehen bislang der Aufbau einer mobilen Arztpraxis und einer Schule für die Kinder der Menschen, die durch ihre körperliche Behinderung vom öffentlichen Leben ausgegrenzt sind. NIESEN unterstützte den Verein durch die kostenlose Bereitstellung von Lageroptionen über eineinhalb Jahre und bei der Verschiffung zweier Seecontainer nach Guinea, gefüllt mit gesammelten Rollstühlen, medizinischem Gerät und Schulmobiliar.

Körperlich Behinderte leben in Gemeinschaften auf der Straße

Eine typische Geschichte in Guinea. Mamadou Diallo wird in der Hauptstadt Conakry geboren. Im Alter von drei Jahren erkrankt er an Kinderlähmung, seit dieser Zeit kann Diallo nicht mehr ohne Hilfsmittel laufen. Seine Eltern besuchen mit ihm als Kind einen Heiler, jedoch gelang die Behandlung nicht. Weitere medizinische Versorgung kann sich die Familie nicht leisten. Die Folgen der Behinderung sind Ausgrenzung aus der Familie, auch Nahrung, Kleidung und Bildung werden ihm versagt.

Diallos Schicksal teilen im westafrikanischen Land viele Menschen mit Behinderung. Wer nicht gesund ist, hat es im ohnehin armen Land noch schwerer. Mit fünfzehn verlässt Diallo also seine Familie und entschließt sich, mit anderen körperbehinderten Menschen auf der Straße zu leben. Heute ist der Mann dreißig, die Hälfte seines Lebens verbringt Diallo nun schon in der Gruppe der rund 30 Ausgestoßenen. Gemeinsam versucht die Gruppe, das tägliche Überleben für sich und den entstehenden Familien zu sichern.

Auch auf der Straße entstehen Familien

Betteln ist fast die einzige Möglichkeit, um an Geld zu kommen. Dabei lernt Mamadou Diallo seine Frau Habibatou kennen. Sie ist heute 29 und ebenfalls behindert. Gemeinsam haben die beiden drei Kinder im Alter von fünf, acht und neun Jahren. In der äußerst prekären Lebenssituation ist ein normales Familienleben aber unmöglich.
Aufgrund der Behinderung können die Eltern nicht arbeiten. Medizinische Versorgung ist zu teuer, erschwerend hinzu kommt die Isolation vom gesellschaftlichen Leben. Selbst Rollstühle, die für ein wenig Mobilität sorgen würden, sind unerschwinglich, kosten sie auch in Guinea umgerechnet immer noch rund 100 Euro.

Es gibt keinen Zugang zu Trinkwasser, die hygienischen Verhältnisse in den eher provisorischen »Unterschlüpfen« sind schlecht. Zwei der Kinder des Ehepaares sind zwar schulpflichtig, eine normale Ausbildung ist jedoch nicht gewährleistet. Staatliche Versorgung gibt es in dem armen Land mit zirka 10 Millionen Einwohnern keine.

Hilfe für Guinea e.V. aus Köln unterstützt die Gruppe

Das Ehepaar Cordelia Hoppe und Moustapha Touré aus Köln gründete 2007 den Verein Hilfe für Guinea. Touré stammt ursprünglich aus Guinea und kennt die Bedingungen des Landes. Gemeinsam beschließen die beiden aktiv zu werden, um die 30 Familien um Mamadou Diallo zu unterstützen.

So entsteht eine mobile Arztpraxis, die eine medizinische Grundversorgung sichert. Wer kein Geld hat, erhält kostenlose Hilfe, ansonsten kostet eine Untersuchung umgerechnet 30 Cent. Medikamente sind ebenfalls kostenfrei und werden aus Spenden finanziert. Auch eine Schule befindet sich derzeitig im Aufbau. Das Projekt stößt bei den Familien auf Begeisterung. „Ich wünsche mir, dass meine Kinder ein besseres Leben haben. Anstatt zu betteln, sollen sie eine Schule besuchen können“, erklärt Diallo. Schließlich ist Bildung der beste Weg in ein besseres Leben.

Ende Januar reisen Hoppe und Touré nach vielen vergangenen Besuchen erneut nach Guinea. „Im Gepäck“ haben Sie zwei Seecontainer, gefüllt mit Rollstühlen, medizinischem Gerät, Schulmöbeln und auch Nahrung. Die Rollstühle sichern eine gewisse Mobilität für die behinderten Erwachsenen und die Arztpraxis konnte erweitert werden. Auch die Schule gedeiht weiter und soll im Oktober 2014 bald eröffnet werden.

Die Bedingungen vor Ort in Guinea sind oft widerspenstig, riskant ist die gesundheitliche Bedrohung, da der tödliche Ebola-Virus noch nicht verschwunden ist. „Die Begeisterung und Freude der Menschen in Conakry über die Hilfe macht die Gefahren aber wieder wett“, sagt Cornelia Hoppe über Ihren Aufenthalt. „Es ist toll zu sehen, dass hier etwas entsteht und die Menschen aktiv mitziehen“.

Am 15. Mai kehrten Hoppe und Touré nach drei turbulenten Monaten gesund und motiviert nach Köln zurück. Beide sind überzeugt und zuversichtlich, dass sich die auf den Weg gebrachten Projekte gut fortsetzen.

Spenden machen die Projekte möglich

Die guten Ortskenntnisse von Moustapha Touré sind ein Garant für den Erfolg der Projekte. Ohne finanzielle Zuwendungen oder Sachspenden aus Deutschland wären die Projekte jedoch nicht möglich.

Hilfe_fuer_Guinea_NIESEN_26 Hilfe_fuer_Guinea_NIESEN._2

Für die Verschiffung der beiden Seecontainer erhielt der Verein Hilfe von NIESEN. Die Möbelspedition stellte Lageroptionen kostenlos bereit, in dem die Materialien für Guinea über eineinhalb Jahre von den Aktivisten gesammelt werden konnten. Zudem half das Unternehmen bei der Überseeverschiffung der beiden Seecontainer. Auch Privatleute können das Projekt in jeder Größenordnung unterstützen. Für rund 30 Euro monatlich kann einem Kind in Guinea der Schulbesuch samt einer täglichen warmen Mahlzeit gesichert werden. Entsprechende Sachspenden sind auch willkommen.

Über Hilfe für Guinea e.V.

Gegründet 2007 in Köln setzt sich der Verein für die schulische und medizinische
Grundversorgung von Menschen in Guinea ein. Bundesweit arbeiten momentan 56 Mitglieder ehrenamtlich an den verschiedenen Projekten. Zukünftig geplante Projekte sind eine Werkstatt, eine Sportschule und die Errichtung einer Krankenstation.

Über Guinea

Guinea ist eine präsidial geführte Republik in Westafrika und beheimatet rund 10 Millionen Menschen. Die Amtssprache ist französisch. Der Staat ist durch eine hohe Armut geprägt, die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt bei etwa 42 Jahren.

 


Dankesbrief Benefit 2014

Liebe Akteure, Helfer und Unterstützer!
Wir danken Euch für den gelungenen Benefiz-Tag „Spielen-Spaß haben-Helfen“ am 23.08.2014 zugunsten unseres Projektes „Eine Schule für alle“.
Durch Startgelder und Geldspenden haben wir 670€ erhalten. Danke für Eure Zeit, Euer Engagement und Interesse, denn nur mit Euch können wir unsere Projekte und Ideen verwirklichen!

… und weil es so schön war setzen wir das Benefiz-Kicken und
Tennisspielen für unsere Projekte auch im nächsten Jahr fort.

Dankesbrief

Einen besonderen Dank an:

  • Blau-Weiss e.V. für die kostenlose Nutzung der Sportanlage
    und an unseren Ansprechpartner Joachim Montag,
  • Ullrich Langosch und Karen Petrus für die alleinige Betreuung
    der Tennisspieler,
  • Irma Wittenberg, Lucia Thelen und Ansgar Schlütz für die
    Unterstützung bei der Organisation im Vorfeld und vor Ort
    sowie für den köstlichen Kuchen,
  • Irma Wittenberg für die wunderbaren Fotos,
  • Eckhard Dierlich als Schiedsrichter,
  • alle Tennisspieler und die Fußballmannschaften Ubierschänke,
    Areguib Bonn und Hilfe für Guinea e.V.

Mit besten Grüßen
Maria Heinrich, Cordelia Hoppe und Ibrahim Touré


Projektarbeit in Guinea – zwischen Ebola und Zuversicht

Liebe Vereinsmitglieder, Unterstützer, Spender und Vereinsfreunde,
nach fast vier Monaten Vereinsarbeit in Guinea sind wir wieder wohlbehalten zurück.

  • Was hat sich vor Ort getan?
  • Was haben eure Spenden bewirkt?
  • Welche Projekte brauchen eure aktive Unterstützung?

Auf diese und andere Fragen möchten wir mit Bildern, Worten und Musik antworten.

Wir freuen uns auf euch!
Herzlich Cordelia Hoppe und Ibrahim Touré


Neue Rollstühle für mehr Mobilität – Mai 2014


Interview mit Musiker Nils Kercher

In Guinea bekam er einen tiefen Einblick in die afrikanische Tradition

Autorin: Liz Gutte

Auf der Suche nach der Seele der Musik Westafrikas war Nils Kercher nicht nur einmal in Guinea. Er lernte und spielte mit bekannten guneischen Musikern, nahm an zahlreichen traditionellen Festen teil und bekam einen tiefen Einblick in für Nicht-Afrikaner häufig verborgenen Aspekte der afrikanischen Musik und Kultur. Angefangen hat er mit Violine, Schlagzeug und Trommeln. Heute ist die Kora, eine westafrikanische Harfe, sein Lieblingsinstrument.

Wie bist Du in Kontakt mit der Musik Guineas gekommen?
An einem Stand auf dem Flohmarkt verkauften Anfang der 90er Jahre Senegalesen Djembes und trommelten. Ich fragte, ob ich mitspielen kann. Ich war 16 Jahre alt und spielte  Schlagzeug. Ihre offene, herzliche Art, mich mit einzubeziehen, ist mir direkt aufgefallen und hat mir sehr gut getan.
Zur gleichen Zeit war ich auf einem Konzert von Benno Klandt, einem Deutschen, der in Guinea sehr viel von der afrikanischen Spielweise aufgenommen hatte. Bei einem Stück spielte er ein virtuoses Djembé-Solo. Ich war so tief berührt davon, dass ich danach fast die ganze Nacht wach lag. Ich habe ihn angerufen und gefragt, ob ich ihm eine Trommel abkaufen könne. Als ich dann zum Aussuchen einer Djembe bei ihm war und er mir dabei in paar Rhythmen zeigte, sagte er: „Komm doch heute Abend mit zur Probe – in einigen Tagen gebe ich Konzerte und du könntest für mich die Begleitung spielen.“ Mit meinen 16 Jahren war das ein intensives und inspirierendes Erlebnis, direkt mit ihm auf der Bühne zu stehen. So wurde ich sein Schüler und lernte Rhythmen aus Guinea, ohne dass ich das vorgehabt hatte.

Hattest Du über ihn die guineische Musik lieben gelernt?
Ja. Er hatte dort gelernt und ein bemerkenswertes Gespür entwickelt für die Nuancen, die nicht nur mit der technischen Seite des Spielens zu tun haben und die für einen europäischen Schüler so entscheidend sind. Ich habe dann bald auch bei Trommlern aus Guinea Unterricht genommen. Mit meinem zweiten Lehrer, Alseny Camara, habe ich viele, viele Stunden den Tanzunterricht des Tänzers Pathé Diop begleitet. Beide Künstler waren zuvor Mitglieder des Balletts Djoliba von Guinea gewesen. Lange durchzuspielen und dabei
dem virtuosen und eleganten Spielstil meines Lehrers zu lauschen, war ein Geschenk für mich. Manchmal haben sie mich auch eingeladen, ihre Konzerte zu begleiten. Dadurch bekam ich einen Geschmack von der afrikanischen Lehrweise. Es gibt keinen formalen Unterricht. Wer als Schüler angenommen wird, begleitet seinen Lehrer und nimmt dabei etwas von dessen Spielgefühl auf.

Wann bist Du das erste Mal nach Guinea?
Sofort nach dem Abitur, mit 19 Jahren. Auf dieser ersten Reise bin ich etwa ein halbes Jahr dort geblieben. Alseny, der als Musiker in Deutschand mehr oder weniger die ganze Familie in Guinea versorgte, lud mich zu seinem Hof in Conakry ein. Das war eine gute Anlaufstelle, aber es war keine der üblichen Musikerfamilien, wo alle spielen. Dort habe ich viel gelernt, fragte mich dann aber auch nach anderen Lehrern durch. So fing ich an, auch andere Instrumente wie Balafon und Krins zu lernen.

Wie ging es Dir? Du warst doch erst neunzehn und das erste Mal so weit weg?
Weil ich erst während dieses Aufenthaltes meine ersten Wörter auf Französisch lernte und
schon gar nicht Malinke oder Soussou sprechen konnte, fand ich es nicht immer einfach. Ich bin auch heftig krank geworden und kein Arzt konnte mir sagen, was es war und nichts half richtig. Aber ich wollte auf jeden Fall weiter lernen. Und irgendwie liebte ich es, durch die unebenen Strassen zu laufen und den Wind Afrikas auf meiner Haut zu spüren. Bei einem von meinen Lehrern lebte ich zwei Monate direkt neben einer Müllhalde, in Dares-Salaam, einem Aussenbezirk Conakrys. An manchen Tagen stank der vor sich hin schwelende Müll giftig und durch den Qualm konnte man nicht weit sehen. Die Würde und Integrität, mit der viele der Menschen dort diesen für uns unvorstellbar  ärmlichen Lebensumständen begegneten, änderte mich. Wenn ich dort mit meinem Lehrer auf der Veranda saß, blieben die zufällig Vorübergehenden oft stehen, um eine Weile mitzusingen, klatschen oder -tanzen. Der trommelnde Europäer war ein exotischer Anblick, der viel Aufsehen erregte. Immer wieder erlebe ich auf meinen Reisen in Westafrika diese lebensbejahende Offenheit für spontane Freude.

Was hast Du von Deiner ersten Guineareise mitgenommen?
Als ich später wieder in Deutschland war, merkte ich, wie sehr ich mich beschenkt durch diese Menschen fühlte und wie ich sogar dieses Viertel neben der Müllhalde mit seinen herzlichen Einwohnern irgendwie vermisst habe. Es war, als ob das Singen und fröhliche Lachen der Kinder bei ihren Klatsch- und Tanzspielen in mir nachklingen würde. Deshalb fängt auf meinem letzten Album ein Stück, dass ich direkt nach dieser Reise geschrieben habe, mit Kinderstimmen an. Sie rufen, auf Soussou: „Weißer, Weißer“ – und immer, wenn ich das höre, geht mein Herz auf und ich sehe den Pulk von staubigen Kindern, die auf mich zu rennen. Eine Kultur zu erleben, die auf vielen Ebenen völlig anders funktioniert als  unsere, war für mich wie eine Initiation. Durch das Kennenlernen dieser frischen Perspektive sah ich das Leben zu Hause durch eine neue Brille. Ich hatte nicht mehr den gleichen Hunger, neue Trommelrhythmen zu lernen und fing an, mehr nach meinem eigenen musikalischen Weg zu lauschen. Jetzt, wo mein großer Wunsch erfüllt worden war, merkte ich, dass ich nicht so satt wurde, wie ich erwartet hatte. Da, wo ich gedacht hatte, eine Ankunft zu finden, war eigentlich der Anfang einer langen inneren Reise.

Sechs Jahre später bist Du wieder nach Guinea gefahren. Bist Du dann satt
geworden?

Ich wusste noch genauer, dass ich weniger interessiert an der modernen, eher auf Schnelligkeit und Show ausgerichteten Spielweise war, die vor allem heute in den Balletts zu finden ist und damit auch auf die Wünsche des westlichen Publikums einzugehen scheint.
Ich war unterwegs mit meiner Partnerin, sie ist Tänzerin. Wir fuhren in ein Dorf in der Nähe von Kouroussa bei Kankan. Die Atmosphäre war hier anders als in den Städten. Ich spielte bei den traditionellen Festen mit – eine große Ehre. Das Ramadan-Fest dauerte drei Tage. In der ersten Nacht zogen wir bis zum Morgen trommelnd und singend durchs Dorf von Hof zu Hof. Das einzige Licht kam von den Strohfackeln der tanzenden jungen Männer. Sie tanzten unvorstellbar kraftvoll und archaisch. Es fühlte sich an wie eine Reinigung. Ich habe mich gefühlt wie an einer besonderen Quelle, es war ein großes Privileg, das alles erleben zu dürfen.  Auch jenseits der Feste saßen wir oft abends mit Frauen, Kindern und Männern im Kerzenschein oder unter den Sternen. Diese gelassene Art des gemeinsamen Musizierens erfüllte uns.
Auch die Momente, in denen mein charismatischer Koralehrer in aller Ruhe neben mir saß und geduldig wartete, bis ich meine ersten Kora-Melodien spielen konnte, vermittelten mir das Gefühl, in etwas eingeführt zu werden, was ich gesucht hatte.

Wie kamst dazu, Kora zu spielen?
Ich hatte öfter gehört, dass es fast zu schwer sei, das Koraspielen zu erlernen, wenn man nicht damit aufgewachsen ist, deshalb hatte ich nie daran gedacht, es zu probieren. Eines Tages spielte in der friedlichen Abendstimmung ein alter Mann dieses besondere Instrument – wir saßen still im Hof und fühlten, wie die Töne einen Zauber webten, der  die Zeit still stehen ließ.  Das bewegte mich dann doch dazu, nach einem Koralehrer zu suchen.

Ich fand einen Herrn, um die 60 Jahre, der lange im Nationalballett gespielt hatte. Er trug etwas von dem in sich, was ich den alten Geist Afrikas nenne. Einige Wochen lernte ich mit ihm jeden Tag und übte oft danach die halbe Nacht. Am Ende dieser Zeit durfte ich seine Kora haben, mit der er viele Jahre um die Welt getourt war. Die Entscheidung, sie abzugeben, fiel ihm nicht leicht, aber seine Frau hatte ihm aus irgend einem Grund immer wieder dazu geraten.
Er ist leider ziemlich bald danach gestorben aber durch das, was ich von ihm empfangen habe und durch dieses besondere Instrument habe ich das Gefühl, dass so etwas wie sein Segen mich begleitet. Danach lernte ich weiter mit anderen Lehrern.

Wie bist Du in Kontakt mit der Musik Guineas gekommen?
An einem Stand auf dem Flohmarkt verkauften Anfang der 90er Jahre Senegalesen Djembes und trommelten. Ich fragte, ob ich mitspielen kann. Ich war 16 Jahre alt und spielte  Schlagzeug. Ihre offene, herzliche Art, mich mit einzubeziehen, ist mir direkt aufgefallen und hat mir sehr gut getan.
Zur gleichen Zeit war ich auf einem Konzert von Benno Klandt, einem Deutschen, der in Guinea sehr viel von der afrikanischen Spielweise aufgenommen hatte. Bei einem Stück spielte er ein virtuoses Djembé-Solo. Ich war so tief berührt davon, dass ich danach fast die ganze Nacht wach lag. Ich habe ihn angerufen und gefragt, ob ich ihm eine Trommel abkaufen könne. Als ich dann zum Aussuchen einer Djembe bei ihm war und er mir dabei in paar Rhythmen zeigte, sagte er: „komm doch heute Abend mit zur Probe – in einigen Tagen gebe ich Konzerte und Du könntest für mich die Begleitung spielen.“ Mit meinen 16 Jahren war das ein intensives und inspirierendes Erlebnis, direkt mit ihm auf der Bühne zu stehen. So wurde ich sein Schüler und lernte Rhythmen aus Guinea, ohne dass ich das vorgehabt hatte.

Hattest Du über ihn die guineische Musik lieben gelernt?
Ja. Er hatte dort gelernt und ein bemerkenswertes Gespür entwickelt für die Nuancen, die nicht nur mit der technischen Seite des Spielens zu tun haben und die für einen europäischen Schüler so entscheidend sind. Ich habe dann bald auch bei Trommlern aus Guinea Unterricht genommen. Mit meinem zweiten Lehrer, Alseny Camara, habe ich viele, viele Stunden den Tanzunterricht des Tänzers Pathé Diop begleitet. Beide Künstler waren zuvor Mitglieder des Balletts Djoliba von Guinea gewesen. Lange durchzuspielen und dabei
dem virtuosen und eleganten Spielstil meines Lehrers zu lauschen, war ein Geschenk für mich. Manchmal haben sie mich auch eingeladen, ihre Konzerte zu begleiten. Dadurch kam ich einen Geschmack von der afrikanischen Lehrweise. Es gibt keinen formalen Unterricht. Wer als Schüler angenommen wird, begleitet seinen Lehrer und nimmt dabei etwas von dessen Spielgefühl auf.

Wann bist Du das erste Mal nach Guinea?
Sofort nach dem Abitur, mit 19 Jahren. Auf dieser ersten Reise bin ich etwa ein halbes Jahrdort geblieben. Alseny, der als Musiker in Deutschand mehr oder weniger die ganze Familie in Guinea versorgte, lud mich zu seinem Hof in Conakry ein. Das war eine gute nlaufstelle, aber es war keine der üblichen Musikerfamilien, wo alle spielen. Dort habe ich viel gelernt, fragte mich dann aber auch nach anderen Lehrern durch. So fing ich an, auch andere Instrumente wie Balafon und Krins zu lernen.

Wie ging es Dir? Du warst doch erst neunzehn und das erste Mal so weit weg?
Weil ich erst während dieses Aufenthaltes meine ersten Wörter auf Französisch lernte und
schon gar nicht Malinke oder Soussou sprechen konnte, fand ich es nicht immer einfach. Ich bin auch heftig krank geworden und kein Arzt konnte mir sagen, was es war und nichts half richtig. Aber ich wollte auf jeden Fall weiter lernen. Und irgendwie liebte ich es, durch die unebenen Strassen zu laufen und den Wind Afrikas auf meiner Haut zu spüren. Bei inem von meinen Lehrern lebte ich zwei Monate direkt neben einer Müllhalde, in Dares-Salaam, einem Aussenbezirk Conakrys. An manchen Tagen stank der vor sich hinschwelende Müll giftig und durch den Qualm konnte man nicht weit sehen. Die Würde und Integrität, mit der viele der Menschen dort diesen für uns unvorstellbar  ärmlichen Lebensumständen begegneten, änderte mich. Wenn ich dort mit meinem Lehrer auf der Veranda saß, blieben die zufällig Vorübergehenden oft stehen, um eine Weile mitzusingen, klatschen oder -tanzen. Der trommelnde Europäer war ein exotischer Anblick, der viel Aufsehen erregte. Immer wieder erlebe ich auf meinen Reisen in Westafrika diese lebensbejahende Offenheit für spontane Freude.

Was hat Du von Deiner ersten Guineareise mitgenommen?
Als ich später wieder in Deutschland war, merkte ich, wie sehr ich mich beschenkt durch diese Menschen fühlte und wie ich sogar dieses Viertel neben der Müllhalde mit seinen herzlichen Einwohnern irgendwie vermisst habe. Es war, als ob das Singen und fröhliche Lachen der Kinder bei ihren Klatsch- und Tanzspielen in mir nachklingen würde. Deshalb fängt auf meinem letzten Album ein Stück, dass ich direkt nach dieser Reise geschrieben habe, mit Kinderstimmen an. Sie rufen, auf Soussou: „Weißer, Weißer“ – und immer, wenn ich das höre, geht mein Herz auf und ich sehe den Pulk von staubigen Kindern, die auf mich zu rennen. Eine Kultur zu erleben, die auf vielen Ebenen völlig anders funktioniert als  unsere, war für mich wie eine Initiation. Durch das Kennenlernen dieser frischen Perspektive sah ich das Leben zu Hause durch eine neue Brille. Ich hatte nicht mehr den gleichen Hunger, neue Trommelrhythmen zu lernen und fing an, mehr nach meinem eigenen musikalischen Weg zu lauschen. Jetzt, wo mein großer Wunsch erfüllt worden war, merkte ich, dass ich nicht so satt wurde, wie ich erwartet hatte. Da, wo ich gedacht hatte, eine Ankunft zu finden, war eigentlich der Anfang einer langen inneren Reise.

Sechs Jahre später bist Du wieder nach Guinea gefahren. Bist Du dann satt
geworden?

Ich wusste noch genauer, dass ich weniger interessiert an der modernen, eher auf Schnelligkeit und Show ausgerichteten Spielweise war, die vor allem heute in den Balletts zu finden ist und damit auch auf die Wünsche des westlichen Publikums einzugehen scheint.
Ich war unterwegs mit meiner Partnerin, sie ist Tänzerin. Wir fuhren in ein Dorf in der Nähe von Kouroussa bei Kankan. Die Atmosphäre war hier anders als in den Städten. Ich spielte bei den traditionellen Festen mit – eine große Ehre. Das Ramadan-Fest dauerte drei Tage. In der ersten Nacht zogen wir bis zum Morgen trommelnd und singend durchs Dorf von Hof zu Hof. Das einzige Licht kam von den Strohfackeln der tanzenden jungen Männer. Sie tanzten unvorstellbar kraftvoll und archaisch. Es fühlte sich an wie ein Reinigung. Ich habe mich gefühlt wie an einer besonderen Quelle, es war ein großes Privileg, das alles erleben zu dürfen.  Auch jenseits der Feste saßen wir oft abends mit Frauen, Kindern und Männern im Kerzenschein oder unter den Sternen. Diese gelassene Art des gemeinsamen Musizierens erfüllte uns.
Auch die Momente, in denen mein charismatischer Koralehrer in aller Ruhe neben mir saß und geduldig wartete, bis ich meine ersten Kora-Melodien spielen konnte, vermittelten mir das Gefühl, in etwas eingeführt zu werden, was ich gesucht hatte.

Wie kamst dazu, Kora zu spielen?
Ich hatte öfter gehört, dass es fast zu schwer sei, das Koraspielen zu erlernen, wenn man nicht damit aufgewachsen ist, deshalb hatte ich nie daran gedacht, es zu probieren. Eines Tages spielte in der friedlichen Abendstimmung ein alter Mann dieses besondere Instrument – wir saßen still im Hof und fühlten, wie die Töne einen Zauber webten, der  die Zeit still stehen ließ.  Das bewegte mich dann doch dazu, nach einem Koralehrer zu suchen.

Ich fand einen Herrn, um die 60 Jahre, der lange im Nationalballett gespielt hatte. Er trug etwas von dem in sich, was ich den alten Geist Afrikas nenne. Einige Wochen lernte ich mit ihm jeden Tag und übte oft danach die halbe Nacht. Am Ende dieser Zeit durfte ich seine Kora haben, mit der er viele Jahre um die Welt getourt war. Die Entscheidung, sie abzugeben, fiel ihm nicht leicht, aber seine Frau hatte ihm aus irgend einem Grund immer wieder dazu geraten.
Er ist leider ziemlich bald danach gestorben aber durch das, was ich von ihm empfangen habe und durch dieses besondere Instrument habe ich das Gefühl, dass so etwas wie sein Segen mich begleitet. Danach lernte ich weiter mit anderen Lehrern.

Mehr Informationen: www.nilskercher.de

Interview Nils Kercher – September 2011 – Hilfe für Guinea e.V.


Mama Africa in der Lutherkiche

Benefizveranstaltung für unsere Projekte mit Mama Africa und anderen am 3.11. ab 19:00 Uhr in der LutherkichePlakat-mama
 
Auch in diesem Jahr gibt es wieder „wunderbaren Hörgenuss“ zugunsten unserer Projekte.
Am 3. November 2013 ab 19:00 Uhr erwartet euch in der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 4 in Köln eine bunte Mischung aus a Capella, Country & Folk sowie mitreißende afrikanische Rhythmen mit Mama Africa.
Kommt und bringt Freunde mit!
Im Anhang findet ihr unsere Plakatwerbung. Wir bitten euch, diese per Mail an Freunde und Bekannte weiterzuleiten.

Operation bei Nabel- und Leistenbrüchen

Kleiner Eingriff, segensreiche Wirkung

Seit April 2012 sind Dr. Oularé und sein Team mit der mobilen Arztpraxis für unseren Verein in Guinea unterwegs. Immer wieder treffen sie dabei auf ihren Touren durch die Dörfer um Forecariah auf Kinder mit extremen Nabel- oder Leistenbrüchen. Diese Kinder sind gefährdet, da es durch das Einklemmen von Darmteilen, Bauchnetzgewebe oder Eingeweiden zu schweren Komplikationen kommen kann – bis hin zum Tod.
Doch eine Operation können sich die Eltern nicht leisten. Für uns Europäer fast unvorstellbar, denn Operation, Medikamente und Krankenhausaufenthalt kosten zusammen gerade einmal 25 Euro.
Im April 2013 wurden die ersten Kinder auf unsere Initiative hin erfolgreich operiert, finanziert über Spendengelder.

Helfen Sie! Werden Sie OP-Pate!


Gesundheitsprävention

Unsere mobile Arztpraxis rollt seit April 2012 durch die Dörfer um Forecariah.
 Dr. Oularé und sein Team kümmert sich nicht nur um die Kranken in den Dörfern, sondern dokumentiert auch die Arbeit. Aufgrund dieser Statistik wurde sichtbar, dass Erkrankungen wie Malaria, Wurmbefall bei Kindern oder Choleraepidemien während der Regenzeit immer wieder kehren.
Um die Erkrankungsrate zu reduzieren, leisten wir seit 2013 Aufklärung. Denn die beste Gesundheitsbehandlung ist immer noch die Vorbeugung. Über den Verein „Centre pour la Promotion de la Santé“ in Liège haben wir wunderbar erklärende Infobroschüren erhalten, die sich in Text und Bildsprache an der Situation der Menschen vor Ort orientieren. Die Mitarbeiter der „Mobilen Arztpraxis“ nutzen die Broschüren für ihre Arbeit in den Dörfern und in den Schulen.
Hauptsächlich geht es dabei um drei Themen:
▪ Familienplanung
▪ Malariaprophylaxe
▪ Hygiene und Vermeidung von Wurmerkrankungen

Monatlich benötigen wir 30 Euro, um die Arbeit einer Krankenschwester bezahlen zu können.
Helfen Sie uns bitte dabei! Werden Sie Dauerpate oder spenden Sie.


Mobilität

Auf Rollen in ein neues Leben

Unser neues Projekt widmet sich den vergessenen, obdachlosen und körperbehinderten Menschen in Guineas Hauptstadt Conakry. Behinderung – oft eine Folge von Kinderlähmung – hat den Ausschluss aus der Gesellschaft zur Folge. Laut dem UNICEF-Bericht „Zur Situation der Kinder in der Welt 2013“ sind behinderte Kinder und ihre Familien in Entwicklungs- und Schwellenländern die am stärksten benachteiligten und gefährdeten Menschen. Sie sind gezwungen, als Obdachlose ihr Leben in den Straßen zu verbringen. Mit etwas Glück ist der ein oder andere im Besitz eines defekten Rollstuhls.
Ohne funktionierendes Hilfsmittel aber ist an Fortbewegung nicht zu denken.

Die ersten Schritte sind geschafft: Dank großzügiger Spenden einiger Sanitätshäuser in und um Köln haben wir bereits viele Rollstühle für Kinder und Erwachsene, Rollatoren und Krücken gesammelt. Diese lagern derzeit bis zur geplanten Verschiffung im Januar 2014 in einem für uns kostenlos zur Verfügung gestellten Lagercontainer. Für die Verschiffung benötigen wir hingegen 5.000 Euro.

Damit die Rollstühle viele Jahre funktionsfähig bleiben, werden wir in Guinea zudem eine Rollstuhl-Reparaturwerkstatt eröffnen. So sorgen wir für die Nachhaltigkeit unseres Projekts Mobilität und schaffen gleichzeitig einen Arbeitsplatz  für einen körperbehinderten Menschen.

Viel braucht es nicht, um eine Werkstatt zu eröffnen. Einiges an Werkzeug haben wir schon als Spende erhalten. Gebraucht werden unter anderem noch Fahrradschläuche in verschiedenen Größen sowie 2.000 Euro an Geldspenden für die Eröffnung dieser Rollstuhlwerkstatt und regelmäßige Spenden für den Erhalt.

Helfen Sie uns dabei.


Spielen – Spaß haben – Helfen!

Benefiz-Fußball und Tennisturnier
für unsere Projekte in Guinea, damit Kinder, Frauen und körperbehinderte, obdachlose Menschen dort eine bessere Lebenssituation bekommen.

Unterstützen Sie uns!

Am Samstag, den 24. August 2013 ab 11:00 Uhr auf dem Gelände des Tennis und Hockey Clubs „KHTC Blau Weiss“, Neuenhöfer Allee 69 in Sülz.

Hilfe für Guinea e.V. lädt Sie herzlich ein!

Sie haben Spaß am Tennisspielen, dann kommen Sie, treten Sie gegen einen anderen Tennisspieler an und gewinnen als Sieger eine Überraschung!

Sie spielen Fußball mit Freunden, in der Firma oder haben selbst eine Fußballgruppe, dann melden Sie Ihre Mannschaft (8 Spieler) bei diesem Turnier an.

Oder Sie unterstützen unsere Projekte mit Ihrer Stimme und feuern die Spieler auf dem Platz an.

Wir bitten um Rückmeldung bis 15. August 2013 unter:
info@hilfe-fuer-guinea.de oder 0221/8016875.

Startgeld pro Mannschaft ab 50€, Tennisspieler ab 30€ (als Spende).

Danke für Ihr Engagement!
Cordelia Hoppe und Ibrahim Touré (Mitglieder des Vorstands)


BenefitFußball-Tennisturnier2013

Spielen – Spaß haben – Helfen!

Benefiz-Fußball und Tennisturnier
für unsere Projekte in Guinea, damit Kinder, Frauen und körperbehinderte, obdachlose Menschen dort eine bessere Lebenssituation bekommen.

Unterstützen Sie uns!

Am Samstag, den 24. August 2013 ab 11:00 Uhr auf dem Gelände des Tennis und Hockey Clubs „KHTC Blau Weiss“, Neuenhöfer Allee 69 in Sülz.
Hilfe für Guinea e.V. lädt Sie herzlich ein!

Sie haben Spaß am Tennisspielen, dann kommen Sie, treten Sie gegen einen anderen Tennisspieler an und gewinnen als Sieger eine Überraschung!
Sie spielen Fußball mit Freunden, in der Firma oder haben selbst eine Fußballgruppe, dann melden Sie Ihre Mannschaft (8 Spieler) bei diesem Turnier an.
Oder Sie unterstützen unsere Projekte mit Ihrer Stimme und feuern die Spieler auf dem Platz an.

Wir bitten um Rückmeldung bis 15. August 2013 unter:
info@hilfe-fuer-guinea.de oder 0221/8016875.
Startgeld pro Mannschaft ab 50€, Tennisspieler ab 20€. (als Spende)

Danke für Ihr Engagement!
Cordelia Hoppe und Ibrahim Touré (Mitglieder des Vorstands)


Reisebericht Spendenaktionen 2011

Endlich: Reisebericht über unsere erfolgreichen Spendenaktionen 2011
Reisebericht am 16.07.2011
Wir laden alle Mitglieder, Freunde, Förderer von Hilfe für Guinea e.V.
ab 16.o0 Uhr
zur einer Reise- bzw. Projektdokumentation ein.

Veranstaltungsort:
Caffé Bar
Ubierring 33
50678 Köln


Benefiz-Turnier

Spielen – Spaß haben – Helfen!

Benefiz-Fußball und Tennisturnier für unsere überaus erfolgreiche „Mobile Arztpraxis“ in Guinea, damit diese dort in den ländlichen Regionen weiterhin am Rollen bleibt.
Unterstützen Sie uns!

Am Samstag, den 29. September 2012 auf dem Gelände des Tennis und Hockey Clubs „KHTC Blau Weiss“, Neuenhöfer Allee 69 in Sülz, ab 11 Uhr.

Hilfe für Guinea e.V. lädt Sie herzlich ein.
Sie haben Spaß am Tennisspielen, dann kommen Sie, treten Sie gegen einen anderen Tennisspieler an und gewinnen als Sieger eine Überraschung!
Sie spielen Fußball mit Freunden, in der Firma oder haben selbst eine Fußballgruppe, dann melden Sie Ihre Mannschaft (8 Spieler) bei diesem Turnier an.
Oder Sie unterstützen unser Projekt und feuern die Spieler mit Ihrer Stimme auf dem Platz an.

Wir bitten um Rückmeldung bis 10. September 2012 unter:
info@hilfe-fuer-guinea.de oder 0221/8016875.

Startgebühr pro Mannschaft ab 50€. Tennisspieler ab 20€.

Danke für Ihr Engagement!


Projektdokumentation

Die ersten Schritte unseres Projekts „Mobile Arztpraxis“ sind geschafft.
Der Krankenwagen ist in Guinea und auch bereits eine erste Tour durch die Dörfer gefahren.
Ibrahim und Werner sind nach 12 tätiger Projektarbeit „Mobile Arztpraxis“ in Guinea nun wieder hier.

Sie möchten über den Stand des Projekts in Guinea informieren:
am Samstag, den 02. Juni 2012 ab 18:00 Uhr in der Café Bar (Ubierring 33, 50678 Köln) .


Jesus und Antichrist auf dem Spielplatz – Kabarett

STADTANZEIGER 26.01.2012
Benefizverein für Guinea organisierte Kabarettabend im Bürgerhaus Stollwerck

ALTSTADT-SÜD. “Für afrikanische Verhältnisse ist Guinea politisch gesehen relativ stabil. Die Länder, von denen man hört, sind jene, wo es Katastrophen gibt – dazu gehört Guinea nicht”, berichtet Ibrahim Touré über sein Heimatland. Seit zwölf Jahren lebt er in Köln, wo er mit seiner Partnerin Cordelia Hoppe den Verein “Hilfe für Guinea” aufgebaut hat. Denn, so erzählen die beiden: Auch, wenn es in Guinea keine Hungerkatastrophen oder Kriege gibt, so ist das Leben dort doch alles andere als leicht.

“Eigentlich ist nichts von dem selbstverständlich, was für uns selbstverständlich ist”, erzählt Cordelia Hoppe: “Es ist ein beschwerliches Leben. Man muss immer aufs Neue sehen, wie man den Tag übersteht. Wie man Essen beschafft und die Kinder versorgt.”

Ursprünglich hatte das Paar ganz einfach Freunden und Verwandten im westafrikanischen Guinea geholfen, hatte Dinge von hier mitgebracht. Doch mit der Zeit wurde daraus ein Projekt, das seit 2007 ein eingetragener Verein mit derzeit 56 Mitgliedern ist. “Wir unterstützen Bildungsprogramme und Projekte zur medizinischen Grundversorgung”, erzählt Touré. Frauen und Kindern gilt das besondere Augenmerk des Paares. Beide sind im Vorstand des Vereins und haben selbst zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Nun hatten sie im Bürgerhaus Stollwerck einen Benefizabend organisiert, dessen Ertrag dem Verein zugute kommen soll.

Zu den Künstlern, die sie mit ihrem Auftritt unterstützten, gehörten unter anderem der Kabarettist Tillmann Courth, Martin Cordemann vom “Literarischen Kabarett” sowie der Sänger Cris Revon, die zu dritt das Ensemble “Emotionale Intelligenz” bilden, und Sängerin Angela Krüll. Sie und Revon haben beide in unterschiedlichen Jahren den Wettbewerb “Loss mer singe” gewonnen. Entsprechend lustig und kölsch ging es auf der Bühne zu. Etwa, wenn Cordemann und Courth in einem Sketch einen Drehbuchautor und seinen Produzenten mimten.

”In meinem Drehbuch geht es um eine Frau, die abgetrieben hat. Damit kommt sie nicht klar, geht in ein Kloster, findet sich selbst und bringt sich um”, schildert “Drehbuchautor” Courth. Cordemann entgegnet, das sei wunderbar, nur minimale Änderungen müsse man vornehmen, um den Publikumsgeschmack zu treffen. Nach einigem Hin und Her ist das Ende vom Lied: “In meinem Drehbuch geht es um einen Mann, der Abenteuer sucht. Er fährt nach Las Vegas, lernt eine Stripperin kennen und wird mit ihr glücklich bis an sein Lebensende.” Das Publikum lacht.

Etwas verstohlener bricht der Humor hervor, als Cordemann und Courth sich ketzerhaft in den Rollen von Gott und Teufel auf eine imaginäre Spielplatzbank setzen. Hier räsonieren sie darüber, was sie in der Welt erreicht haben: Gott hat demnach seit den Anfangstagen nichts Neues erschaffen, während der Teufel immerhin mit dem Bösen ein Kapital geschaffen hat, das nun ohne weiteres Zutun für ihn arbeitet. Gelegentlich unterbrechen sie sich selbst im Dialog, um – wie eben auf dem Spielplatz üblich – ihre Kinder Jesus und Antichrist zur Ordnung zu rufen.

Heimlich kichert das Publikum. Zwischendurch singen Angela Krüll und Cris Revon ihre Stücke, die von schnarchenden Partnern, Stau auf der Inneren Kanalstraße und anderen Dingen mitten aus dem Leben erzählen. Es sei gar nicht so leicht gewesen, Künstler für einen Benefizabend anzuwerben, erzählt Ibrahim Touré. Über seine Arbeit als Fitnesstrainer hat er einige Kontakte bekommen. Die zweite Schwierigkeit sei dann, Gäste für einen Benefizabend zu gewinnen, verrät das Paar.

Doch die Motivation ist groß: “Unser Ziel ist, bis Ostern 10 000 Euro zu sammeln, um einen gebrauchten Krankenwagen kaufen und nach Guinea bringen zu können”, so Hoppe. Der Krankenwagen soll als mobile Hausarztpraxis über die Dörfer fahren.

von  JOHANNA THELEMANN

Alle Rechte vorbehalten – © Redaktionsarchiv M. DuMont Schauberg


Mitgliederversammlung am 03.März 2012

Mitgliederversammlung am 03. März 2012
Rückblick und Ausblick.

Wir laden alle Mitglieder zur Jahresversammlung ein.
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Café Bar – Ubierring 33, 50678 Köln


Benefizveranstaltung mit Tillmann Courth am 21.01.2012

Zur Unterstützung unserer aktuellen Spendenprojekte konnten wir einige Künstler gewinnen, die sich bereiterklärt haben, einen Abend für uns zu gestalten.
Es erwartet Sie eine fein abgestimmte, bunte und abwechslungsreiche Kleinkunstgala mit Niveau und guter Laune.

Es treten auf:

  • Ensemble Emotionale Intelligenz (Sketch-Theater)
  • Angela Krüll (Sängerin)
  • Martin Cordemann (literarisches Kabarett)
  • Cris Revon (Liedermacher und Gewinner des Musikwettbewerbs „Loss mer singe“)

Durch das Programm führt der Kabarettist Tillmann Courth.
Dauer der Veranstaltung: ca. 90 Minuten mit einer Pause.

Sa., 21. Januar 2012, 20 Uhr, Raum 416 im Bürgerhaus Stollwerck, Köln
Eintrittspreis: 15-€

 


Konzert mit Nils Kercher für eine „Mobile Arztpraxis“

Das Konzert findet am 10. Februar 2012 in Köln-Südstadt in der Luther Kirche (Martin-Luther-Platz 2-4) statt.

Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 12 € VV und 15-€ Abendkasse
Tragt den Termin in Euren Kalender! Bringt Freunde und Bekannte mit!

Alle Einnahmen fließen zu 100% in das Projekt „Mobile Arztpraxis“


Sponsorenlauf für die „Mobile Arztpraxis“ von Hilfe für Guinea

Die Förderschule für körperliche Entwicklung in der Belvedere Straße startet einen “ Lebenslauf “ zur Unterstützung des dortigen Fördervereins und des Projekts „Mobile Arztpraxis“ von Hilfe für Guinea e.V. Mitglieder des Vorstandes werden an diesem Tag dort sein.

Vor drei Jahren hat die LVR Förderschule Belvederestrasse in Köln (Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung) das Fairplay Projekt „ Belve Sport Team“ ins Leben gerufen. Hierzu gehören sportliche und sozial ausgerichtete Aktionen mit den Zielen:

  • die Schüler mit Sportarten vertraut zu machen, die sie langfristig, insbesondere nach der Schulzeit ausüben und finanzieren können, um Frustrationserlebnisse besser zu kompensieren. Hintergrund ist hier vor allem die schlechte Arbeitsmarktsituation für diese Kinder. Da die Wenigsten eine Chance auf dem freien Arbeitsmarkt haben und die Anzahl der Werkstattplätze stark eingeschränkt wird, ist davon auszugehen, dass ein Gros der Schüler keine Anstellung finden wird.
  • begleitete Grenzerfahrungen bezgl. der Leistungsfähigkeit zu machen und dabei lernen, sich „durchzubeißen“,
  • den Fairplaygedanken zu erleben und zu lebenden Teamgedanken/Teamgeist zu erfahren und
  • Dritten zu helfen und sich nicht nur als Hilfsempfänger zu erleben.

Der Sponsorenlauf ist einer der Aktionen, die umgesetzt werden: Die gesamte Schülerschaft der Schule treibt einen Tag lang Sport, ob zu Fuß oder im Rollstuhl, und sammelt mit der erbrachten Leistung Sponsorengelder ein, um soziale Projekte zu unterstützen.

Vor drei Jahren haben wir an der LVR Förderschule Belvederestrasse in Köln (Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung) das Fairplay Projekt „ Belve Sport Team“ ins Leben gerufen. Hierzu gehören sportliche und sozial ausgerichtete Aktionen mit den Zielen:

· die Schüler mit Sportarten vertraut zu machen, die sie langfristig, insbesondere nach der Schulzeit ausüben und finanzieren können, um Frustrationserlebnisse besser zu kompensieren. Hintergrund ist hier vor allem die schlechte Arbeitsmarktsituation für diese Kinder. Da die Wenigsten eine Chance auf dem freien Arbeitsmarkt haben und die Anzahl der Werkstattplätze stark eingeschränkt wird, ist davon auszugehen, dass ein Gros der Schüler keine Anstellung finden wird.


Konzert von der Gruppe „Afromanding Cokaya“

Am 29.10.11 ab  20.00  Uhr spielt Afromanding Cokaya aus Guinea
im Quäker Nachbarschaftsheim, Kreutzerstr. 5-9, 50672 Köln (in der Nähe vöm Fernsehturm), Eintritt: 12 .
Letztes Jahr hat „Afromanding Cokaya“ unserern Verein Hilfe für Guinea e.V mit einem Benefizkonzert unterstützt.


Panterpreis für Hadja Kitagbe Kaba

„Mama Africa“: Kampf gegen Beschneidung in Guinea
Hadje Kitagbe Kaba, die Intiatorin des Vereins  „Mama Africa“,  kämpft weit entfernt von ihrer Heimat gegen die brutale Tradition der weiblichen Beschneidung in ihrem Heimatland in Guinea. Für ihren Einsatz wurde Hadje Kitagbe Kaba mit dem Panter-Preis der Taz-Leserinnen ausgezeichnet.  „Merci, merci, merci, encore merci“, sagte Hadje Kaba überwältigt. Als Mädchen von sieben Jahre wurde sie selbst beschnitten.
„Ihre eigene Geschichte zeigt, dass nichts bleiben muss, wie es ist, dass wir zu Veränderungen in der Lage sind“, sagte die Schauspielerin Jasmin Tabatabai in ihrer Laudatio.
Mehr: „Taz“-Panter-Preis-Verleihung 2011:  „Nichts muss bleiben, wie es ist“


Aktionstand – Hilfe für Guinea

Auf dem Sommerfest des Kölner Tennisclubs KHTC Blau-Weiß sind Cordelia, Ibrahim und Maik mit einem Aktionsstand vertreten, um für das Projekt „Mobile Arztpraxis“ zu werben und neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen. Für Kinder gibt es eine Mit-Mach-Aktion mit Fodé Camera (guineische Musik und Kunst).
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinung. Kommt vorbei! Es lohnt sich.
Das abwechslungsreiche Programm beginnt am 17.09.2011 ab 11.30 Uhr.
Ort: KHTC Blau-Weiss Köln 1930 e.V., Neuenhöfer Allee 69. 50935 Köln (am Beethovenpark)


Dank aus Guinea

Telefonat mit Dr. Mohamed Awada und Dr.  Oulare in Guinea

Gestern habe ich mal wieder mit unseren Kooperationspartnern Dr. Mohamed Awada, Direktor Krankenhaus Ignace Deen und Dr. Oulara, Chefarzt der Chirurgie Hopital prefectoral in Forecariah telefonieren können.

Sie sind sehr dankbar. Mit unseren Spenden ist es ihnen möglich, sauberer und mit der nötigen medizinischen Hygiene zu arbeiten. So wie sie es als Ärzte auch wollen. Viele Menschen konnten sie so mit Erfolg behandeln. Sie gehen davon aus, dass das gespendete medizinische Material mindestens noch bis Ende November 2011 reichen wird.

Und sie freuen sich sehr darüber, dass Hilfe für Guinea e.V. eine „Mobile Arztpraxis“ realisieren möchte. Endlich auch den Menschen in weit entfernteren Dörfern helfen zu können, ist auch ihnen ein großes Anliegen.


Weg mit den Messern!

Hadja Kitagbe Kaba aus Guinea nominiert für den Taz Panterpreis
Als Kind sehnte Hadja Kaba ihre Beschneidung herbei. Erst Jahre später erkannte sie, was ihr angetan wurde. Heute kämpft sie gegen die grausame Tradition. mehr (taz.de)

Die sechs Nominierten
Bis zum 3. September können Sie über Ihre Nummer Eins abstimmen.
-> zum taz Panter Preis 2011

 


Medienfreiheit in Guinea und Niger

Hoffnungsvolle Fortschritte dürfen nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Reporter ohne Grenzen (ROG). In Niger und Guinea bestehen Chancen für eine dauerhafte Verbesserung der Lage der Medien. Nach politischen Umbrüchen in den beiden westafrikanischen Ländern im Jahr 2010 haben Übergangsregierungen demokratische Reformen eingeleitet und den Weg mehr


Reisebericht 2011 und neue Projekte

Protokoll des Mitgliedertreffens am 16. Juli 2011

Bericht über die Guinea-Reise von Ibrahim Touré und Cordelia Hoppe im Frühjahr 2011

Mit Fotos berichteten Ibrahim Touré und Cordelia Hoppe anschaulich von ihrem diesjährigen, mehrmonatigen Aufenthalt in Guinea.  Die Mitglieder zeigten sich von den Bildern, der Landschaft und der Gastfreundlichkeit der örtlichen Bevölkerung begeistert, aber zugleich auch nachdenklich gestimmt – offenbarte sich doch bereits auf vielen Fotos der Nachholbedarf des Landes in Sachen Gesundheitswesen, Straßen- oder Bildungsinfrastruktur.

Neu gestaltete Website: www.hilfe-fuer-guinea.de

Die Fotos der Spendenaktion 2011 sind als Diashow auf der Website des Vereins zu sehen. Nicht nur wegen der Bilder lohnt der Besuch von hilfe-fuer-guinea.de. Die Website präsentiert sich komplett runderneuert, mit einer spürbar verbesserten Navigation und noch mehr Extras: etwa der Verbindung zu einem Internetradio mit Musik aus Guinea oder einem Afrika-Blog. Ein eigener Facebook-Auftritt darf da nicht fehlen.

Diskussion über die jüngste Reise und die künftigen Ziele des Vereins

Die anwesenden Vereinsmitglieder diskutierten mit dem Vorstand lebhaft die Eindrücke und Ergebnisse der Reise. Cordelia und Ibrahim beantragten nach einer ausführlichen Darstellung der Situation vor Ort die Einstellung der Unterstützung für das Projekt Madam 1. Auf Basis der gemachten Erfahrungen vor Ort hat der Vereinsvorstand und die Mitglieder entschieden, das Schulprojekt „Sanierung der Grundschule Matam I“ nicht fortzuführen und das Geld umzuwidmen. Über die Gründe für diese Entscheidung haben wir in der vorherigen Mail ausführlich informiert. Gemeinsam diskutierten die Vereinsmitglieder am 16. Juli Möglichkeiten für neue Hilfen und Projekte.

Cordelia Hoppe und Ibrahim Touré schlugen sieben neue Projekte vor, die nach vielen Gesprächen mit den Ansprechpartnern vor Ort in Guinea entstanden sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende sieben Initiativen bzw. möglichen Ansatzpunkte:

  • mobile Arztpraxis für die ländliche Bevölkerung, die keine Möglichkeit hat, an medizinische Grundvorsorgung zu kommen
  • weitere Spenden für Krankenhäuser, Obdachlose sowie bedürftige Frauen, Kinder und Behinderte,
  • Hüftoperation für Moriba Sagouvogui, dem kein Arzt in Guinea helfen kann, in einer deutschen Klinik
  • Lehrerfort- und Ausbildungsinstitut für Grundschullehrer
  • Schulpatenschaften in den ländlichen Regionen
  • Sportschule für Mädchen
  • Gründung einer Schule um begabte Kinder zu fördern

Die Mitglieder diskutierten lebhaft  und entschieden– mit Blick auf die begrenzten personellen wie finanziellen Ressourcen des Vereins – zunächst für die folgenden Projekte zu sammeln:

  • die Einrichtung einer mobilen Arztpraxis,
  • die Hüft-OP für Moriba Sagouvogui,
  • weiterhin Spendenaktionen für Krankenhäuser mit medizinischen Material, wenn die Finanzierung der Verschiffung über eine Stiftung etc. erfolgt.

Nähere Informationen und Hintergründe zu diesen Projektideen folgen in Kürze.

Der Vorstand

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Susi, die uns ihre Cafe Bar an ihrem eigentlich wohlverdienten Feierabend am Samstagnachmittag zur Verfügung stellte.


37 Festnahmen nach Putschversuch in Guinea

37 Festnahmen nach Putschversuch in Guinea

Conakry – Nach dem versuchten Anschlag auf den ersten demokratisch gewählten Präsidenten von Guinea sind in dem westafrikanischen Staat mindestens 37 Soldaten festgenommen worden. Viele von ihnen hätten Verbindungen zu zwei früheren Militärherrschern, verlautete am Mittwoch aus Kreisen der Streitkräfte.
weiter lesen in: The Epoch Times online


Sensationeller Affenstamm in Guinea

Forscher entdecken die klügsten Affen der Welt
Im afrikanischen Guinea ist ein sensationeller Affenstamm aufgetaucht – und das nur einen Steinwurf von menschlichen Siedlungen entfernt. So schlau war bisher kein Clan. Diese Schimpansen lassen wirklich alle staunen, selbst erfahrenste Wissenschaftler.

-> mehr auf WELT ONLINE


Spendenaktionen 2011

Der Vereinsvorsitzende Ibrahim Touré berichtet über die Spendenaktion 2011 in einem Interview mit concept m research + consulting GmbH.

Sachspende Krankenhaus

Bessere Gesundheitsvorsorge für die Menschen in Guinea ist ein wichtiges Ziel unseres Vereins.
2011 konnten wir den beiden öffentlichen Krankenhäusern „Ignace Deen“ in Conakry und „Hôpital préfectoral“ in Forékariah medizinisches Hilfsmaterial wie Katheter, sterile Spritzen, Verbandszeug, Inkontinenzwindeln und Urinbeutel  im Wert von über 60.000 € übergeben.

Kleiderspenden im Dorf Nalou Khouré und im Dorf Gberika

Einen Teil der Kleiderspende brachten wir zu den Dörfern Nalou Khouré (180 Km von Conakry) und Gberika (120 km von Conakry). In diesen Dorfgemeinschaften leben viele Großfamilien, überwiegend Frauen mit ihren Kindern und ältere Menschen.

Besonderes in der Regenzeit wird es dort abends empfindlich kalt.

Infolge der großen Temperaturschwankungen plagen die Menschen von Nalou Khouré und Gberika heftige Erkältungskrankheiten.  Ihnen fehlt warme Bekleidung.

Kleiderspende vor der Faycal Moschee (Conakry)

Bereits zum zweiten Mal verteilten wir Kleiderspenden an obdachlosen Frauen mit ihren Kindern, Behinderte und alte Menschen, die in Conakry an der Straße vor der Grande Mosquée Faycal leben.

Sie werden von der Regierung geduldet. Insbesondere nach dem Freitagsgebet können sie mit einigen Almosen rechnen.
All diese Menschen besitzen nur die Kleidung, die sie am Körper tragen. Kaputte Plastiksandalen werden immer wieder geklebt, so dass sie halbwegs die Regenzeit überstehen. Umso größer war die Freude zum Beispiel bei Mohamed über ein neues Paar Schuhe und eine neue Jacke.
Mohamed erkrankte an Kinderlähmung und sitzt seit seinem dritten Lebensjahr im Rollstuhl.


Containerverschiffung 2008

ContainerverschiffungVom 13.- 18. Februar packten Helfer und Mitglieder von „Hilfe für Guinia e.V.“ im Bonner Hafen die Sachspenden  in einen Container. Per Schiff ging der Container nach Guinea und traf am 10. März im Hafen von Conakry ein.

Ibrahim Touré und Cordelia Hoppe waren zwei Wochen in Guinea und kümmerten sich um die Verteilung der Spenden. Sie sprachen mit den Kooperationspartner über neue Projekte, besuchten sie und verschafften sich vor Ort einen Eindruck.

Sie verteilten:

  • 70 Säcke mit Kleidung an Behinderte, obdachlose Frauen und Kinder vor der grande Mosqué Faycal in Conakry,
  • eine Waschmaschine, drei Bügeleisen und einen Kühlschrank an eine Frau mit 25 Kindern (davon 18 adoptierten) für die Eröffnung eines Waschsalons,
  • zwei Kartons mit Geschirr an eine Frau, die Essen an der Straße verkauft
  • 105 Ordner, fünf mechanische Schreibmaschinen an die Grundschule im Dorf Gberika bei Forekariah,
  • 30 Säcke mit Kleidung im Dorf Gberika.
  • drei Nähmaschinen an eine alleinerziehende Schneiderin mit fünf Kindern für die Errichtung eines Nähsalons.

Alleine die Kosten für den Container beliefen sich auf 3.000 €.


Buntes – Kult und unfassbare Akrobatik

Iya Traoré ist bereits absoluter Kult in der französischen Hauptstadt Paris. Was er dort auf offener Straße bietet, ist atemberaubend. 1986 wurde Iya Traoré in Guinea geboren. Sein Kindheitstraum: Fußballer!
Doch es kam alles ein wenig anders. Im Jahr 2000 kam Traoré in Paris an. Er spielte bei einigen Pariser Klubs vor, unter anderem auch bei Paris St. Germain. Doch das Top-Talent studierte nebenbei und half auch noch seinem Vater, der als Kunsthändler sein Geld verdiente.


africologne 2011

Das africologne-FESTIVAL des modernen (west-)afrikanischen Theaters findet vom 22.-28. Juni 2011 im Theater im Bauturm sowie im „Rautenstrauch-Joest-Museum.Kulturen der Welt“ in seiner ersten Ausgabe statt.

Das Festival präsentiert sieben Theater-Produktionen – darunter zwei Europa-Premieren, vier Deutschland-Premieren bzw. Erstaufführungen im deutschsprachigen Raum sowie eine Köln-Premiere!


ILO: Bahnbrechendes Abkommen zum Schutz von Hausangestellten

Einheitliche Arbeitsrechtsstandards für über 100 Millionen Menschen  Hausangestellte weltweit.
16. Juni 2011.
Human Rights Watch-Recherchen über minderjährige Hausangestellte in El Salvador, Guinea, Indonesien, Marokko und Togo ergaben, dass manche Kinder bereits im Alter von sechs Jahren zu arbeiten beginnen und dies bis zu 16 Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche. Eine Untersuchung von Human Rights Watch in Indonesien zeigte, dass nur ein einziges der 45 befragten minderjährigen Hausangestellten eine Schule besuchte. Hausangestellte im Kindesalter sind darüber hinaus auch körperlicher und sexueller Gewalt schutzlos ausgeliefert.“


“Worte des Lebens”

“Worte des Lebens” -TIBALA, eine freie Theatercompany in Conakry. Ein Film von Barbara Thalheim.


Zusammen bist Du nicht allein!

Veranstaltung am 30. Oktober 2010 in Bonn.
Eine Veranstaltung mit einer traditionellen Live-Band, afrikanischer Musik und einem Buffet. Ein Abend an dem auch Platz für Informationen zu Gesundheitsthemen sein wird.

Die Veranstaltung findet am Samstag dem 30. Oktober 2010 ab 19.00 Uhr im ESG Bonn in der Königstr. 88 in Bonn statt. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter sind die AIDS Initiative Bonn e.V., Hilfe für Guinea e.V., die Multikulturelle Liste im Integrationsrat der Stadt Bonn (MKL) und der Arbeitskreis Afrika ESG Bonn.


Benefizveranstaltung 23. Oktober 2010 in Köln

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins Hilfe für Guinea e.V.,
zusammen mit dem Verein Blau-Weiss Köln 1930 e.V. werden wir am Samstag, den 23. Oktober 2010, ab 15:00 unsere Benefizveranstaltung für die
Grundschule „Matam 1“ in Conakry
ausrichten.

Ein umfangreiches Programm erwartet euch. Mit eurer Teilnahme unterstützt ihr das Projekt.

Herzliche Grüße,
Cordelia Hoppe & Ibrahim Touré

Beginn: 15:00
Ort: KHTC Blau-Weiss Köln 1930 e.V.
Neuenhöfer Allee 69
50935 Köln